Turnfahrt nach Zug 2011
In Zug angekommen suchten wir unser Hotel auf um die Rucksäcke zu deponieren. Vor der Stadtführung reichte die Zeit noch für einen Kaffee. Um 10 Uhr erwartete uns Herr Fritsche „Lehrherr“ von Beruf, am Zytturm für die Führung. Wir überquerten den Kolinplatz schauten nach allen Seiten an die schönen Fassaden hinauf und betraten das Hotel Ochsen. Dort erklärte er uns die Form der Stadt mittels eines aufwändig von Hand gezeichneten Stadtplanes mit falschem Schattenwurf der Bäume Er erzählte viel über die Bürger und deren Berufs- bezeichnungen. Weiter ging es zum Schloss mit dem doppelten Sodbrunnen. Weiter zur St.Oswald Kirche. Die Qualität des Sandsteines und die vielen Steinmetzzeichen waren sein Lieblings-Thema, da—da –da tönte es laufend und alle zeigten nach oben. Auch eine Liebesgeschichte ohne Happyend hörten wir. Dann ging es zum Rathaus mit den beiden Gerichtsälen in sehr rustikaler Bauweise. Dafür war aber der Sandstein von besserer Qualität, eben feiner. Hier verabschiedete sich Herr Fritsche von uns.
Nach dem Rundgang regnete es einen kurzen Moment. Es war kühl, so beschlossen wir in einem Restaurant zu essen. Ich war nicht so zufrieden mit der Stadtbesichtigung. Der Stadtführer, wie er sich nannte, zeigte uns die Altstadt nicht vollständig. Wir hatten aber noch genügend Zeit am Nachmittag dies nach zu holen und so bummelten wir durch die Ober- und Unterstadt an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei. Um 15 Uhr fuhr unser Schiff ab für die grosse Rundfahrt auf dem Zugersee. Auf dem Oberdeck war dann reserviert für uns und der Kellner servierte uns sehr schnell einen Kaffee zum Aufwärmen. Auch auf die Zuger Kirschtorte wollten wir nicht lange warten.
Zwischendurch kam die Sonne durch und wir konnten draussen sitzen im Fahrtwind.
Gegen 18 Uhr hatten wir wieder festen Boden unter den Füssen, die uns dann zum Hotel zurück führten. Die Empfangsdame hatte etwas Mühe mit dem Computer. Auch mussten wir alle noch einen Meldschein für die Polizei ausfüllen. Endlich war es dann soweit und alle hatten einen provisorischen Room-Code.
Für das Nachtessen hatte ich im nahe gelegenen Rest. Han reserviert. Die Wirtin stand an ihrem Pult und schaute in ihre Liste. „Wer sind sie“ fragte sie nochmals. Frauenriege Töss, wiederholte ich. Jetzt ging ein Lachen über ihr Gesicht. Bei mir steht „traurige Füss“ meinte sie, das könnte übereinstimmen. Wir nahmen unsere Plätze ein und schon bald wurden uns die süsssauren Appetizer und die mongolische Suppe serviert. Die Sauce schmeckte Marianne, versteckt hinter einer Serviette besonders gut. Für den Hauptgang musste ich nun einige Erklärungen abgeben. Einerkolonne einstehen und mir nach. Teller fassen, Gemüse, Fisch, Fleisch und Grünzeug aufladen, Sauce darüber und am Grill anstehen. Der freundliche „Sunil“ grillierte uns jetzt die Köstlichkeiten, die wir ausgesucht hatten. Nach kurzer Zeit gab er uns den gefüllten Teller wieder zurück. Nochmals mit einer feinen Sauce würzen und nun konnten wir zurück an den Tisch und essen. Es schmeckte hervorragend, ebenso der anschliessende Überraschungsdessert.
Für einen Schlumi begaben sich dann noch einige in die Stadt. Hanni schlief besonders gut nach diesem Ausgang.
Zwischendurch bekamen wir nochmals einen neuen Room-Code. Es klappte dann bei allen, niemand musste draussen Übernachten.
Sonntag, 28. August
Ab 8 Uhr gab es Frühstück. Das Buffet war gut bestückt und wir konnten gut genährt den Weg ab“ Schmittli“ durch das Lorzentobel zur Höllgrotte unter unsere “traurigen Füsse“ nehmen. Entlang der Strecke gab es kleinere Kraftwerke zu sehen. Auch die Trinkwasserfassung der Stadt Zug war beschildert. Übereinander gab es 3 Brücken über die Lorze. Die erste Holzbrücke entstand dort 1759. Darüber die alte Landstrasse 1910 und hoch oben noch die Autobahn 1985. Es gab viel zu sehen links und rechts der Lorze und schon bald standen wir vor dem Eingang der Höllgrotte. Auch kam immer wieder die Frage wo man jetzt nach Steinen suchen könne. Abwarten, erst nach dem Mittagessen.
Ich liess meine Kolleginnen alleine durch die Grotte zu gehen. Sie fanden es schön darin.
Zum Mittagessen trafen wir uns wieder im Rest. Höllgrotte. Der Salat war etwas sauer und sehr kalt, aber die panierten Plätzli gross. Wir verteilten für 2.-Fr. kleine Abschnitte an hungrige Teilnehmerinnen. Unter der Sonnenstore war es uns bald zu kühl. So beschlossen wir so schnell wie möglich an die Sonne zu gehen. Jetzt endlich konnten wir Steine suchen und unser Säckli füllen. Teilweise schwer beladen gingen wir dann weiter der Lorze entlang nach Baar.
Unser Ziel war ein feines Cafe, mit noch feineren Glaces. Leider war nichts offen. So bestürmten wir den Bahnhofskiosk und warteten auf den Bus, der uns nach Zug zurück führte.
Zum Abschluss immer derselbe Ablauf. Hotel aufsuchen, Rucksäcke umpacken, Gang zum Bahnhof, warten auf dem Perron, einsteigen, abfahren, umsteigen und Ankunft in Winterthur.
Ich werde mich gerne an die beiden Tage zurück erinnern und hoffe, dass es allen gefallen hat.
Margrit Benz
Wir danken Margrit für die gute Organisation dieser schönen Turnfahrt und bedanken uns, dass sie mangels Freiwilliger gleich auch noch das Niederschreiben unserer Erlebnisse übernommen hat.
Im Namen aller Teilnehmerinnen Alice Thalmann
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